Freitag, 12. April 2013

Wer bin ICH, was bin ICH?

Wer bin ICH, was bin ICH?
Oder die Fabel vom Fahrer und dem Auto:
Die Fabel: Ein Mann - nennen wir ihn Hans Müller - ging aus dem Haus und stieg in sein Auto. Im gleichen Moment, in dem er die Tür zuschlug, vergisst er, daß er Hans Müller ist, und woher (aus welchem Haus) er kommt. Von jetzt an, GLAUBT er, das AUTO zu sein. Er identifiziert sICH mit dem Auto.
Er fährt los, und denkt, ICH- Auto - fahre. ICH - Auto - lenke, ICH - Auto - entscheide wohin ICH - Auto - fahre. Die Fahrt verläuft nicht ohne Probleme. Kratzer am Lack - ICH habe einen Kratzer bekommen. Plattfuß - ICH habe einen Plattfuß. Auspuff fällt ab - ICH habe den Auspuff verloren.
Durch jeden schmerzlichen Erfahrungswert, denkt er immer mehr nach, wer oder was er ist. Bis er sich schließlich in seinem Denken, durch die schmerzhaften Probleme, immer weiter vom Auto (das ihm ja die Schmerzen bereitet), distanziert.
Je weiter er sich im Denken von den Problemen des Autos distanziert, um so mehr erkennt er, daß er das Auto ja gar nicht sein kann. So lange, bis er letztendlich erkennt und versteht: ICH bin ja gar nicht das Auto, sondern ICH bin der FAHRER, ich bin ja der NUTZER. Das Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, ein Werkzeug, das MIR dient.
Dann fragt er sich: Wo bin ich eigentlich? Hier gehöre ich ja garnicht hin, das ist ja garnicht mein Zuhause. Der erinnert er sich auch wieder, wo er herkommt. Er erinnert sich an sein Haus. So lenkt er nun absichtlich das Auto wieder zurück zu seinem Haus. Er steigt aus, und geht voller Freude in Sein Haus und ruht sich aus.
Der Mensch: Beim Menschen verhält es sich gleich. Der LEBENDIGE Geist, "fällt" aus der EINHEIT mit dem göttlichen SEIN (Haus) heraus, und begibt sich in einen Körper (Auto). Jetzt ist er GEFANGEN in diesem Körper, und hat VERGESSEN wo er herkommt, und wer oder was er IST. Er identifiziert sICH mit dem Körper. Das nennt man UNBEWUSST.
Jetzt kann er nur noch über die Sinne des Körpers WAHR-nehmen. Dadurch denkt er (in seinem Bewusstsein) daß er Körper und Person IST. Er denkt: ICH Körper und Person Hans Müller handle. ICH denke, ICH entscheide, usw..
Der Mensch baut sich eine persönliche ICH - Vorstellung auf, die dann EGO genannt wird. Durch die Triebe (der Geist ist dieser polarisierte Antrieb) Selbst - und Arterhaltung, entsteht Angst und Begehren - um und für sICH. Aus diesen beiden Faktoren, handelt der unbewusste Mensch.
Durch die Lebenserfahrung, und insbesondere durch die Probleme, erkennt der Mensch im Bewusstsein, das Körperliche, kann nicht alles sein. Schließlich LEBE ich. WAS Lebt denn, wer denkt denn? So schreitet er im Bewusstsein immer weiter. Je mehr er sich im Geiste vom Körper distanziert, um so mehr erkennt er, von seinem eigentlichen SEIN - vom GEIST.
Diese Erkenntnisse stehen im gleichen Verhältnis zur Überwindung der persönlichen ICH - Vorstellung. (90% Person - 10% Geist. 40% Person - 60% Geist).
Bis der Mensch sich in seinem Geiste voll und ganz von seinem körperlichen und persönlichen ICH getrennt hat. Die Identifikation des Geistes mit dem Körper aufgelöst wird.
Übrig bleibt dann wieder der LEBENDIGE GEIST. Der erkennt dann: Der Körper ist nur Funktion und Werkzeug. Mein Zuhause ist nicht diese Welt. Ich bin GEFANGEN in diesem Körper. Er erkennt wieder WAS er ist, und WER er ist. Er erkennt wo er herkommt, und wo er hingehört.
So verlässt er im Geiste den noch lebendigen Körper. Er fühlt sich EINS mit allem was auf Erden lebt, da er ja SELBST das LEBEN ist. Er ERKENNT und VERSTEHT, daß alle Formen des irdischen Lebens (ob Blume oder Baum, Ameise oder Vogel, und alle Menschen) nur unterschiedliche körperliche Formen, der jeweiligen Vorstellung des EINEN Geistes entspringen. Wer das erlebt hat, geht im Bewusstsein wieder in die EINHEIT mit dem göttlichen SEIN zurück. Lebendiger Geist und göttliches DA SEIN sind im Bewusstsein wieder EINS.
Diesen Weg, und wie er zu gehen ist, zeigen ALLE großen Religionen auf ihre ganz verschiedene und individuelle Art und Weise. Allerdings auch der damaligen Zeit und dem Verständnis der damaligen Menschen entsprechend. Daher werden diese alten Religionen nur noch von den Wenigsten verstanden.
Zwischenzeitlich ist Religion so sehr zersplittert und gemischt, daß sich ein ernsthaft suchender kaum noch zurecht finden kann.
In meinen Büchern beschreibe ich die universellen Gesetze, den Weg zur Befreiung aus der falschen Vorstellung, und die entsprechenden Bewusstseinsstufen - der heutigen Zeit, und dem heutigen Verständnis der Menschen entsprechend.
Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen
©Demetrius Degen
10.11.2012

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