Freitag, 12. April 2013

Das Begehren, und der Weg zur Befreiung:

Aus einem Forumsbeitrag:
Wenn es eine Sünde gibt, dann ist es das BEGEHREN - für sICH. So lange es ein Begehren gibt, gibt es auch eine Zuneigung und eine Abneigung. Wenn es eine Zu- und eine Abneigung gibt, so gibt es auch ein richtig oder falsch, ein gut und ein böse. Nur wer frei von jeglichem Begehren ist, der unterliegt nicht mehr der Polarität.
.....ja, das leuchtet ein......aber wie wird man nun frei von jeglichem Begehren?
In dieser Reihenfolge: Frage nach dem WARUM?
BEOBACHTEN: (seine Taten, Worte und Gedanken)
KONTROLLIEREN: (seine Taten, Worte und Gedanken)
BEFREIEN: (von materiellen Bindungen, geistigen Bindungen, seelische Bindungen)
Materielle Bindungen = Geld, Auto, Pelzmantel … usw.
Geistige Bindungen = Personen wie Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde, … usw.
Seelische Bindungen = geliebt werden wollen, Streicheleinheiten, Lob, Anerkennung, Ehre, Stolz… usw.
Es geht NICHT darum, daß man nichts haben darf, sondern darum, daß man JEDERZEIT auf alles VERZICHTEN kann. (das jederzeit Loslassen können). Das ist natürlich harte Arbeit an sich SELBST.
Upanishaden:
Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, aufgegeben sind, wird der Sterbliche unsterblich.
Es geht NICHT darum, daß man nichts haben darf, sondern darum, daß man JEDERZEIT auf alles VERZICHTEN kann. (das jederzeit Loslassen können). Ja, den Satz finde ich auch sehr gut,... d.h. ich muss jetzt nicht losgehen und all mein Hab und Gut verkaufen, meine Familie und Freunde in den Wind schießen sowie mir ne Glatze schneiden :-), um mir selbst zu beweisen, dass ich von allem befreit bin bzw. um mich somit von allem zu befreien, stimmts? Also ist die Hauptsache, dass ich in der Vorstellung auch ohne all dem Leben könnte?? Oder welche Möglichkeit besteht noch, zu erkennen dass ich von Dingen befreit bin, obwohl ich sie immer noch besitze?? Reicht es aus, wenn man schon weniger Wert auf bestimmte Dinge legt? Jetzt wird ja häufig gesagt, dass wir imgrunde nichts tun können, sondern lediglich die Dinge beobachten und hinschauen was in uns und im Außen passiert. Das bedeutet, dass wir ganz entspannt die Dinge auf uns zu kommen lassen können und bei Gelegenheit unsere Aufmerksam auf das "Notwendige" (was Befreiung bringen soll) richten und auch weiter hin alles tun was uns Freude macht, unabhängig davon, ob es förderlich ist oder nicht! ......wie siehst du das? (Und auch die anderen, natürlich!)
Nun, der Buddha hat sich Bart und Haare schneiden lassen, und zog aus dem Haus in die Hauslosigkeit. Und auch der Jesus sagte (zu dem Reichen): "Gib all Dein Geld den Armen, und folge mir nach"!
Ich denke, das kann man heute von keinem mehr verlangen, obwohl es immer wieder sogenannte "Aussteiger" gibt, die dann nach Indien in ein Ashram gehen.
Doch das ist es nicht, seine Probleme nimmt man immer mit.
Aber die Vorstellung alleine, oder weniger Wert auf irgendwelche Dinge legen, ist es auch nicht. Man muß (oder sollte) schon BEWUSST leben.
Darum sagt der Buddha: "Lebt ACHTSAM", und der Jesus noch kürzer: "WACHET"!
Achtsam auf Tat, Wort und Gedanken, und WARUM man so und nicht anders handelt.
Der Buddha spricht auch von Hass und Missgunst frei"!
Dann erkennt man, da empfinde ich Wut, Hass, Neid, Eifersucht, oder da empfinde ich Angst, oder Missgunst, usw. WARUM???
Wer dann ernsthaft nach dem WARUM fragt, erkennt die URSACHEN, und wer die Ursachen erkennt, der kann diese dann auch beseitigen. Das ist dann ein BEWUSSTES Leben.
Die Aufmerksamkeit nicht auf das richten, was vermeintlich Befreiung bringen könnte, sondern auf das, was BINDET und FESSELT. Also das, was Dich daran hindert, das zu tun, was Du eigentlich willst. ;- )))
Der Mensch ist "GEFESSELT" (Platos Höhlengleichnis), und um die Fesseln lösen zu können, muß er wissen, WAS in fesselt! Also die Ursache.
Diese Bewusstwerdung geht Stufenweise, und das Leben selbst bringt den WACHEN Menschen von ganz alleine in Situationen, die er zum Lernen braucht, und die ihm weiter helfen. Das sind meistens Probleme, die zu neuen Erkenntnissen führen sollen.
Mit freundlichen Grüßen
Demetrius 

©Demetrius Degen 

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